Über diese Meeresenge wurde früher eine Eisenkette gespannt, um feindliche Schiffe vom College und Militärstützpunkt fernzuhalten.
Ein Denkmal erinnert an den Bürgerkrieg, in dem ehemalige Schulkollegen aus dem Süden und dem Norden gegeneinander kämpften:
Der Besuch in Westpoint war sehr interessant, hat mich allerdings auch nachdenklich gestimmt. Die Army in Amerika hat einen so anderen Ruf als ein europäisches Heer und Soldaten werden dort oft als Helden verehrt. Ich habe die Tourleiterin auch gefragt, was die Soldaten nach ihrer Zeit beim Heer machen. Sie hat gemeint, dass viele bei der Army bleiben wollen, aber die anderen gehen einfach in die Privatwirtschaft. Meiner Meinung nach ist es bei uns nicht so einfach für einen ehemaligen Soldaten, in einen anderen Job umsteigen zu können. Was ich damit sagen will, ist, dass diese Leute dort vermutlich überall mit offenen Armen empfangen werden, da sie ja für ihr Land so viel getan haben und gedient haben. Naja, es ist einfach eine andere Einstellung. Mir macht das irgendwie Angst...
Am Abend war ich noch zur Abschlusspräsentation von Idas und Evas Schmuckkurs eingeladen. Dort gabs tolle, selbstgemachte Schmuckstücke zu bewundern! Rechts seht ihr ein paar von Idas Meisterwerken. :)
Nun war es aber höchste Zeit für die Abschlussfeier! Um auch jeweils einen bleibenden Eindruck bei den Leuten, mit denen wir ein Semester Tür an Tür gewohnt hatten, zu hinterlassen, beschrifteten wir gegenseitig "I love NY" T-Shirts. Das war zwar ganz lustig, aber wir waren doch vom Kofferpacken und Organisieren relativ erschöpft, sodass die Party dann eher gemütlich wurde und ich um 2am ins Bett verschwand...
Eva hatte mir am Donnerstag noch von den Wetterprognosen erzählt, die nicht nur starken Schneefall, sondern sogar einen Blizzard voraussagten. Da das natürlich nicht die günstigsten Voraussetzungen für unsere Heimreise am nächsten Tag waren, freute ich mich beim Aufstehen am Freitag sehr, dass der erwartete Schneefall über Nacht nicht eingesetzt hatte. Tja, zu früh gefreut, denn zwei Stunden später begann es zu schneien. Und es schneite ordentlich, sodass sich bereits eine Schneedecke gebildet hatte, als wir nach dem Frühstück im Red Hawk Diner wieder zum Studentenwohnheim fuhren. Nun muss man wissen, dass Schnee in den USA offensichtich anders gehandhabt wird, als in Österreich; nämlich gar nicht. Schon nach ein paar Stunden Schneefall wird alles dicht gemacht, der Shuttlebus eingestellt und überhaupt herrscht dann Chaos. Leute hatten sich wegen des angekündigten Blizzards mit Lebensmittel für mehrere Tage eingedeckt und außerhalb der Wohnheime herrschte gespenstige Stille. Für uns Österreicher ist das nicht zu verstehen, schließlich ist Schnee in NJ keine Seltenheit. Dennoch - Angst, ob der Flieger wohl starten könne, machte sich breit. Sarahs Freund Andy fuhr uns zum Flughafen. Auf der halbstündigen Fahrt dorthin kam uns von Schnee, über Regen bis hin zu Eisregen jedes Wetter unter und der Highway stand bereits in eine Richtung still. Die Anzeigentafel am Flughafen zeigte aber "On Time" für unsere Flüge an und das ließ uns erst mal aufatmen. Tatsächlich war mein Flieger fast zur angekündigten Zeit fürs Boarding bereit und so saß ich also um 7pm im Flugzeug - bereit für die Heimreise. Dort saß ich allerdings auch noch um 9pm, ohne in der Luft gewesen zu sein. So lange wurde das Flugzeug nämlich enteist! Der Pilot informierte uns im Halbstundentakt über diesen Vorgang ("Ich muss die Klimaanlage jetzt ausschalten, damit wir nicht diese Dämpfe einatmen") und ich war natürlich froh, dass mein Flieger überhaupt starten konnte. Ich hätte auch eine ganze Reihe für mich allein gehabt, wenn sich nicht die Dame hinter mir vorgesetzt hätte, weil mit ihrem Sitz etwas nicht stimmte. Wie auch immer, nach fünfeinhalb Stunden Flugzeit kam ich in London an, wo ich noch drei Stunden Wartezeit hatte, bevor es endlich in die Heimat ging.
Die wackelige Landung in Wien konnte meine Vorfreude auch nicht trüben, denn aus dem Fenster konnte ich ja schon erste österreichische Blicke erhaschen! Auch meine Albträume bezüglich Zoll bewahrheiteten sich zum Glück nicht und so konnte ich aufatmen, dass ich zwei meiner drei Koffer bereits bei mir hatte (den dritten Koffer, den ich in Chinatown ergattert hatte und der etwa so groß war wie meine beiden anderen zusammen, konnte ich glücklicherweise Eva nach Graz mitgeben - Danke nochmal ;)).
Am Flughafen wurde ich schon von meinen Eltern inklusive Luftballon und Plakat erwartet - ein wirklich toller Empfang! Nun bin ich schon seit einer Woche wieder in der Heimat - ein Resümee meiner Zeit in Amerika gibts bald! :) Jetzt gibts natürlich schon Fotos von meiner letzten Auslandssemesterwoche! ;))
Bis bald, eure Kathi (:
Am Nachmittag haben wir gleich den ersten Ausflug in die Stadt unternommen und sind den