Gestern gabs dann bei ca. 30 Grad das Uni-Opening called "Red Hawk Day". Der Campus wimmelte von Leuten, und das ganze war -again- exakt so wie in amerikanischen Filmen (by the way: Gestern hat die neue Staffel von Beverly Hils 90210 begonnen - großer Fernsehabend mit den internationalen Studenten, *g*). Die einzelnen Vereine versuchten, Anhänger zu finden und verteilten Flyer. Im Mittelpunkt des Geschehens stand das neue Recreation-Center (das Fitnesscenter, das übrigends Laufbänder mit Blick auf die Skyline von Manhattan bietet). Auf dem Parkplatz wurden wie auf der Grazer Messe Sachen verteilt, mit denen wir uns gleich eingedeckt haben: Deos, Footballs, ... Außerdem haben wir Tickets für drei Ausflüge gekauft: ein Broadway Musical ("Young Frankenstein"); einen Ausflug nach Philadelphia und ein Spiel der Red Bulls.
Unsere ersten Kurse hatten wir heute. Begonnen hat der Tag mit Psychologie, was uns recht gut gefallen hat. Und das nicht nur, weil der Professor seit 36 Jahren die erste Stunde früher beendet und diese Tradition auch heute weitergeführt hat, sondern auch, weil er die Stunde sehr unterhaltsam und interessant gestaltet. Für Kathi gings dann mit Marketing weiter, was sich auch als sehr interessante und vor allem lustige Vorlesung herausgestellt hat. Danach hatten wir beide unsere erste Chinesisch-Vorlesung. Hm.... scheint eine schwierige Sprache zu sein. ;) Das wussten wir natürlich vorher schon. Mal sehen, wie es weiter gehen wird, über die Aussprache von "zh", "ch" und "sh" sind wir noch nicht hinausgekommen. Im Moment sitzt Steffi in der Finanzierungs-Vorlesung, ihr Resümee folgt also noch. Eine Vorlesung ist dann noch ausständig, die haben wir immer dienstags: "Women´s world".
Die Vorlesungen dauern meist eine Stunde, was für uns ungewöhnlich kurz, aber angenehm, ist. In der University Hall haben wir fast alle unsere Vorlesungen.
Ein anderes Thema sind Schulbücher. Bis jetzt haben wir ca 250 Dollar ausgegeben, dabei fehlen uns aber noch ein paar. Allein für Psychologie brauchen wir 5 Bücher (glücklicherweise scheinen die interessant zu sein). Die Uni hat einen eigenen Bookstore, wo man auch gebrauchte Bücher zu einem günstigeren Preis kaufen kann. Auch wir haben vor, unsere Bücher am Ende des Semesters an den Bookstore zurück zu verkaufen, allerdings werden wir wohl nur um die 20 Dollar pro Buch bekommen.
Das Verhalten im Klassenzimmer ist auch ein wenig anders als in Österreich. Die meisten Professoren werden mit dem Vornamen angesprochen, oft gibt es ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Überhaupt ist die Atmosphäre ein wenig lockerer. Die Kleider der Mädls sind kürzer (an den Unterschied zwischen 30 Grad Außentemperatur und 20 klimaanlagengekühlte Grad im Klassenzimmer gewöhnt man sich wohl) und die Zugehörigkeit zur Universität wird deutlich ausgedrückt (durch T-Shirts, "MSU"-Aufkleber an Autos...). Die Studenten sind stolz, auf diese Uni zu gehen und diese "Campus-Clique" ermöglicht es einem, sehr schnell Freunde (oder zumindest Bekannte) zu finden.
Der Sprache sind wir schon so verfallen, dass wir selbst oft Englisch miteinander reden und uns gewisse Wörter auf Deutsch schwer einfallen. Das Wetter scheint auch so schön zu bleiben, außerdem haben wir von unseren Zimmern aus Blick auf die schönsten Sonnenuntergänge.
Uns geht es hier also sehr gut! :)
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