Über mich

Von September bis Dezember 2008 werden wir an der Montclair State University studieren und dabei nicht nur den BIG APPLE erkunden... :)

Freitag, 31. Oktober 2008

Happy Halloween

Dass Halloween hier in Amerika eine wichtige Sache ist, wurde uns in den vergangenen Wochen klar, denn die Themen "Kostüme" und "Party" waren in aller Munde. Auch wir wurden mit Vorschlägen überhäuft, wie wir uns verkleiden sollten (beispielsweise Zombiecheerleader). Helloween-Küstme findet man natürlich in speziellen Kostümgeschäften, aber auch im Drugstore um die Ecke gibt es jede Menge Auswahl. Die ganz Engagierten greifen sogar selbst zu Nadel und Zwirn.
Gestern war es dann soweit: eine Helloween-Party auf unserem Stockwerk. Eigentlich wollte ich mich ja nicht verkleiden, aber wie es der Zufall so will hab ich in quasi letzter Sekunde doch ein Outfit zur Verfügung gestellt bekommen. Dass es aus dem einschlägigen Fachhandel stammt, kann ich dadurch wettmachen, dass ich es nicht zu meinen Besitztümern zähle. ;) Am Foto mit Sam von Australien:



Es hatten sich alle große Mühe mit ihren Kostümen gegeben und auch die Dekoration in der Party-Wohnung war super! Völlig neu für mich war, dass man sich gegenseitig "Happy Helloween" wünscht!

Heute, dem eigentlichen Helloween-Tag, fand der Höhepunkt dieses Fests statt: Die Helloween-Parade in New York. Gemeinsam mit Ida hab ich mir dieses Spektakel aus nächster Nähe angeschaut. So viele Leute auf einen Fleck, Wahnsinnsstimmung und wirklich großartige Verkleidungen! Mitten im Getümmel haben wir auch eine alte Bekannte wiedergetroffen: (Ich meine nicht Ida, sondern das Kleid ;))


Eigentlich war die Parade wie ein Faschingsumzug bei uns, nur natürlich vieeeeeeeeeel größer. Wir waren jedenfalls ziemlich begeistert =). Für weitere Fotos braucht ihr nur in die Galerie zu schauen! ;))

Dienstag, 28. Oktober 2008

24.-26.10.: Washington DC

Heute gibts den nächsten Reisebericht für euch:
Am Freitag hab ich mich gemeinsam mit Ida auf den Weg in die amerikanische Hauptstadt gemacht. Als Verkehrsmittel haben wir wieder den Chinatownbus gewählt, der uns für 35 Dollar (Roundtrip) nach 4,5 Stunden Fahrt und einem kurzen Stop in Baltimore ans Ziel brachte. Um zum Hotel zu gelangen, an dem wir gerade vorher mit dem Bus vorbeigefahren waren, schnappten wir uns ein Taxi. Highlight der Fahrt: Der Taxifahrer fährt plötzlich während der Fahrt die Fenster hoch und verriegelt die Türen. Das ließ uns kurzzeitig mal den Atem anhalten, glücklicherweise wollte er uns jedoch nicht entführen und verscharren, sondern hat uns lediglich erklärt, dass wir gerade ein unsicheres Viertel durchquerten. Tatsächlich hat Washington DC die höchste Kriminalitätsrate unter allen amerikansichen Großstädten. Die Stadt ist zwar mit 550.000 Einwohnern nicht übermäßig groß, aber mit den umliegenden Städten (zB Baltimore) kommt die Metropolregion auch auf 8 Millionen Leute. Auffällig ist, dass nur etwa 40 Prozent der Einwohner Weiße sind.

Nach diesem Schreck hatten wir es uns also wirklich verdient, die Annehmlichkeiten des Hotels zu nutzen:

Nach diesem relaxten Abend ärgerte es umsomehr, dass wir ein unidentifizierbares, fliegendes Tier in unserem Zimmer hatten. Natürlich waren wir beide zu feig, um es zu entfernen, weshalb wir die Rezeption anriefen und uns versprochen wurde, dass jemand kommen und es entfernen würde. Zum Glück war "Sex and the City" im Fernsehen und so waren wir etwas abgelenkt. Eineinhalb Stunden später warteten wir noch immer und ein weiterer Anruf bei der Rezeption brachte die Erkenntnis, dass auf unseren "Wunsch" vergessen wurde. Danach allerdings wurde gleich ein Angestellter des Hotels mit Insektenspray und einem Handtuch auf unser Zimmer geschickt. Er hatte das Tier auch gleich erwischt und erklärte uns verständnislos: "It´s a potato bug". Super, nun wussten wir das auch!

Am Samstag gings schon in der Früh mit Seightseeing los: Eine Fahrt mit dem Doppeldecker-Seightseeingbus stand am Programm! Der Shuttlebus des Hotels brachte uns direkt zur Union-Station, von wo wir unsere Tour starten konnten. Das Wetter war zwar nicht berauschend, aber das kann zwei Mädls auf Achse natürlich nicht aufhalten.

Die Fahrt brachte uns an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei: dem Weißen Haus, dem Washington Monument, dem Lincoln Memorium und vielen anderen wichtigen Orten. Leider hat es auf halber Strecke zu regnen begonnen, weshalb wir uns in den unteren Stock des Busses verkrümelt haben und beim Hard Rock Café ausgestiegen sind, um uns zu stärken.

Einen Veggie-Burger und ein Einkaufssackerl später setzten wir trotz Nieselregen unsere Erkundungstour fort - vorbei am FBI in Richtung Weißes Haus (unterbrochen von H&M, Zara und Barnes&Noble ;)). Gerade, als wir den Hügel mit dem Washington Monument erklimmen wollten, setzte ein Wolkenbruch ein und als wir beim nächsten Unterstand ankamen, war unsere Wäsche bereits mehr als nass. Deshalb: wieder raus in den Regen, um ein Taxi zu suchen - und zurück ins Hotel. Dort umziehen und wieder in die Stadt. Nun ja, für Samstag Abend war das Programm eher dürftig - alle Museen hatten ab 5.30pm geschlossen. Es blieb uns also quasi nichts anderes übrig, als ein bisschen bummeln zu gehen ;) Wenigstens konnten wir das in der Union Station machen, wo es nicht nur Geschäfte zu bewundern gibt, sondern auch das Bauwerk an sich. Trotzdem gab es auch am Abend ein bisschen Kultur, denn das Kapitol ist sozusagen gegenüber von der Union Station. Also sind wir dort hochgewandert:

Der Sonntag brachte wieder strahlenden Sonnenschein, wenn auch bei eiskalten Temperaturen. Also sind wir mit Kapuze und Schal bewaffnet wieder am Bus gesessen, um die Tour auch bei Schönwetter zu sehen. Allerdings war gerade an diesem Tag ein Marathon in der Stadt, weshalb einige Straßen gesperrt waren und der Bus eine etwas abgeänderte Tour gefahren ist. Hat uns natürlich auch gepasst! :)

Das Kapitol bei Sonnenschein:


Um 1:00pm ging auch schon wieder unser Bus nach New York. Wieder eine aufregende Fahrt, denn bereits nach einer Stunde stellte der Busfahrer fest, dass die Tür nicht richtig geschlossen wurde. Sie wackelte und es zog ziemlich herein. So stellte sich also heraus, dass der Platz in der ersten Reihe nicht unbedingt der beste war. ;) Nachdem der Busfahrer an mehreren Highway-Abfahrten vorbeigefahren war, begriffen wir, dass er an dem Zustand nichts ändern würde und die Strecke durchfahren würde. Zum Glück ist die Tür am Bus dran geblieben und wir sind gut wieder angekommen!:)

Für weitere Fotos von unserem Washington DC-Wochenende braucht ihr euch nur in die Galerie zu klicken! Uns hat die Stadt super gefallen und ein Wochenende ist eigentlich zu kurz, um die Stadt wirklich zu sehen. Wie Ida so schön sagt: "New York ist die verrückte 20-Jährige, die alles ausprobiert. Washington ist die große Schwester, Ende 20, die weiß was sie will und das Leben etwas relaxter genießt."

So kurz vor den Wahlen ist es natürlich doppelt so interessant, in die Hauptstadt zu reisen. Die Wahlen finden ja in einer Woche statt und das Thema ist hier natürlich höchstaktuell. Im Gegensatz zu Österreich bekunden sich hier viele Leute öffentlich zu einem Kanditaten, zum Beispiel mit T-Shirts oder Plakaten vor den Häusern. In der Stadt kann man bei Straßenständen und in Souvenirläden viele Obama- oder McCain-Artikel kaufen. Wenn sich jemand öffentlich für einen Kanditaten ausspricht, dann sind es meistens Obama-Anhänger. Das spricht auch für die Region Amerikas. New Jersey und eigentlich die ganze Ostküste ist ja ein bunter Mix aus verschiedensten Kulturen und Wurzeln, in anderen Teilen Amerikas sieht es da vermutlich anders aus. Hier scheint mir die Stimmung jedenfalls stark pro Obama zu sein. Die Studenten auf unserer Uni werden oft dazu aufgefordert, sich zu registrieren um wählen zu können und manche Klassen fallen überhaupt aus, weil viele Leute nach Hause fahren um zu wählen.
Ihr seht also, wir hatten ein Superwochenende in Washington D.C. Liebe Grüße in die Heimat!

Dienstag, 21. Oktober 2008

Homecoming King & Homecoming Qeen

Gestern durften wir eine weitere, typisch amerikanische Tradition kennenlernen! Es steht die Wahl der Homecoming Queen und des Homecoming King vor der Tür. Die meisten werden sich jetzt fragen: "Was ist das?" Gute Frage. So genau weiß ich es selbst nicht. Es gibt etwa 10 Nominierte und die beiden Gewinner, also das "Homecoming Pärchen" werden die Uni bei allen möglichen Veranstaltungen repräsentieren. Um also den unentschlossenen Wählern bei der Entscheidung unter die Arme zu greifen, gab es gestern die "Talent Show", bei der die Kandidaten und Kandidatinnen um die Gunst der Wähler buhlen durften. Die Show hätte um 8.30pm beginnen sollen. Um 8.50pm sind wir noch immer in der Schlange vor dem Saal gestanden und haben uns gefragt, warum immer nur etwa 15 Leute auf einmal ins Gebäude durften. Als wir es dann bis zum Beginn der Schlange geschafft hatten, wussten wir es: Polizeikontrolle! Die Unipolizisten haben bei jedem einzelnen Besucher die Taschen und Rucksäcke kontrolliert und außerdem jeden mit dem Sensor auf Waffen hin untersucht. Jaja, this is America.
Im Saal war die Stimmung hingegen ausgelassen. Die Darbietungen reichten von Kabarett-, über Tanz- und Singeinlagen bis hin zu Gedichten. Da jeder Nominierte eine gewisse Studentenverbindung (bei den Jungs "fraternities" und bei den Mädls "sororities") vertritt, wurden die einzelnen Darbietungen natürlich von lautstarkem Gejohle begleitet. Außerdem ließen es sich die anderen Mitglieder der einzelnen Verbindungen ("Delta Delta Phi" und wie sie alle heißen) nicht nehmen, fleißig Wahlwerbung für ihren Kadidaten oder ihre Kandidatin zu machen.

Samstag, 18. Oktober 2008

A walk on Brooklyn Bridge

Zum Glück hat unser Prüfungskalender wieder ein paar New York-Tage zugelassen. Deshalb war ich am Donnerstag mit Ida zum Einkaufen in der City und gestern haben wir eine Spezialtour bekommen! Ellen, ein Mädchen aus unserem Chinesischkurs, hat im Sommer schon internationale Studenten betreut und hat uns auf eine NYC-Tour eingeladen. Wieder hatten wir mit dem Wetter Superglück und so konnten wir Downtown-Manhattan erkunden. Gestartet sind wir im Financial District, genauer gesagt in der Wall Street. Chri hat mich schon vor ein paar Wochen gefragt, wie sich die Finanzkrise hier bemerkbar macht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch gar nichts davon mitbekommen. Das Thema war also anscheinend in Österreich stärker in den Medien als hier, zumindest vorübergehend. Mittlerweile sprechen natürlich viele Leute darüber und wir haben auch mit anderen Studenten schon interessante Gespräche geführt. Eine hochinteressante Zeit also, um die Wall Street zu entdecken.

New York Stock Exchange:

Das meistfotografierte Objekt in NYC: Der Bulle in der Wall Street


Nach einem Sturbucks-Besuch gings weiter in den Battery Park. Dieser Park ist nicht nur wunderschön, sondern beheimatet auch einige Statuen und Denkmäler, so etwa die Kugel, die zwischen den Türmen des WTC gestanden hat (links) oder das Korean-War Denkmal (rechts).

Leider gehört auch Ground Zero zu NYC und so haben wir diesen Platz als nächstes besucht. Es ist ein sehr seltsames Gefühl, dort zu stehen und auch Fotos zu machen. Dennoch gehört es zu dieser Stadt und ich hatte das Gefühl, dass alle Leute sehr betreten waren und versucht haben, zu verstehen, welche Bedeutung dieses "Loch" in der Erde hat.

Neben Ground Zero steht die St. Pauls Church, die wichtiger Stützpunkt während den Aufräumungsarbeiten war. In der Kapelle erinnern zahlreiche Fotos und Berichte an die Tragödie.


Als nächstes ging es zu einem weiteren faszinierenden, zum Glück jedoch fröhlicheren Programmpunkt: Brooklyn Bridge! Diese Hängebrücke wurde 1883 eröffnet und verbindet durch eine Länge von nicht ganz 2 km die Stadtteile Manhattan und Brooklyn. Fahrzeugverkehr gibt es in beide Richtungen und in der Mitte gibt es einen erhöhten Streifen für Fußgänger und Radfahrer. Wir sind also zuerst von Manhattan nach Brooklyn spaziert, wobei wir die Skyline des Financial Districts im Rücken und die Wohngegend Brooklyn vor uns hatten.

Da wir gleich zu Beginn in New York eine "Brooklyn-Bustour" mitgemacht haben, kannten wir die Brücke und diesen Teil Brooklyns schon, aber eben nur vom Bus aus. Der Busfahrer hatten uns damals auch erzählt, dass es in Brooklyn "die beste Pizza der Stadt" gibt. Die mussten wir natürlich ausprobieren. Der Ruf dieser Pizzeria hat sich natürlich herumgesprochen, weshalb man sich dort so gut wie immer anstellen muss. So auch wir.

In dieser Schlange warteten wir also, um 40 Minuten später direkt vor "Grimaldi´s" zu stehen. Von außen wurde das Lokal seinem Ruf nicht unbedingt gerecht:

Als wir dann endlich rein durften, hab ich mich zuerst mal nur gewundert. Ein kleiner Raum, im hinteren Eck die Pizzaküche und ansonsten nur haufenweise Leute, die schon fast aufeinander saßen. Aber... die Pizza war lecker! :P

Nachdem wir uns gestärkt hatten, gings ein paar Meter weiter, um den herrlichen Blick auf die Skyline und die Brooklyn Bridge, den wir schon mal nachts genießen durften, nun auch tagsüber zu sehen.


Anschließend sind wir wieder die Brooklyn Bridge entlang gewandert, diesmal mit Ziel Manhattan. Die letzte Station war "South Street Seaport", einem kleinen Platz unter der Brooklyn Bridge mit Restaurants und Shops. Hier lässt es sich wirklich relaxen! :)













Thanks to Ellen für diesen wunderschönen Tag! Weitere Impressionen davon gibts in der Galerie!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Noten, Mitbewohner und andere Nettigkeiten

Da Halloween in greifbare Nähe rückt (wie man an zahlreichen Häusern nicht übersehen kann), war am Montag war beim Cookies & Culture Club großes "Kürbis-Bemalen" angesagt.

Shasta (NJ):
Inyoung (Südkorea):


Aber auch ich war fleißig. Hier der Beweis (Kritik muss nicht unbedingt sein ;)):


Außer diesen künstlerischen Tätigkeiten mussten wir uns am Montag auch noch zwei Exams widmen, auf die wir beide ein A bekommen haben:) Recht lustig oder auch bedenklich ist allerdings, dass wir bei unserem Psychologie-Exam eine Frage falsch hatten, wo es darum ging, ein deutsches Wort ins Englische zu übersetzen. Hm... Ich habe versucht, dem Professor zu erklären, dass unsere Antwort richtiger ist als die seinige. Er hat sich jedoch wenig einsichtig gezeigt. *g*

Die Noten hier werden in Buchstaben ausgedrückt: A,B,C,D,F (warum das E ausgelassen wird, ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Posts noch unbekannt). Von Sam haben wir erfahren, dass das Benotungssystem in Australien ganz unterschiedlich zu unserem ist: nämlich von 1-7, wobei 7 das die beste Note ist und bereits ein 3er "Durchgefallen" heißen kann.

Das Zusammenleben mit den anderen -größtenteils- internationalen Studenten hat sich bis jetzt als sehr interessant und auch lehrreich erwiesen. Natürlich gibt es "kleinere" Vorfälle, die uns zum Lachen/Denken/Schreien bringen, aber für ein Semester lässt sich doch (fast) alles aushalten. Den beinahe wöchentlichen Feueralarm sind wir mittlerweile schon gewohnt, sind es doch zu 90 % wir internationalen Studenten, die ihn auslösen. Die Feuermelder sind einfach sehr sensibel eingestellt und wir sind vermutlich die einzigen, die kochen (Fast alle Amerikaner haben einen "Mealplan" und essen in der Cafeteria). Vor ein paar Tagen allerdings gabs einen neuen, recht ungewöhnlichen Vorfall: Eine unserer Mitbewohnerinnen hat wegen Regelbeschwerden die Uni-Ambulanz angerufen. Ich denke, sie wollte eigentlich nur Tabletten oder so etwas in der Richtung haben. Nun ja, ein paar Verständigungsprobleme dürften wohl dazu geführt haben, dass die Ambulanz ein paar Minuten später einige Polizisten und einen Krankenwagen zu unserem Apartment geschickt hat. Getoppt wird dieses Ereignis bis jetzt nur von unserer anderen Mitbewohnerin, die gleich nach der ersten Party hier in der Dusche eingeschlafen ist und die halbe Wohnung in einen Pool verwandelt hat. *g*

Auf der Uni gab es heute eine "Study Abroad Fair" für amerikanische Studenten, die gerne ein Auslandssemester machen möchten. Wir haben für einige Stunden unsere Uni repräsentiert und mal wieder wurde das Klischee erfüllt: Jeder Zweite hielt uns für Australier. ;)

Wie ihr seht, gibt es hier jeden Tag Lustiges und Erstaunliches zu entdecken!


Montag, 13. Oktober 2008

10.-12.Oktober 2008: Boston

Hallo zusammen!

Allen Vom-Fernweh-Geplagten möchten wir mit unserem aktuellen Reisebericht Abhilfe verschaffen.

Gemeinsam mit sechs anderen internationalen Studenten haben wir uns am Freitag zu Mittag auf den Weg nach Boston gemacht! Als Verkehrsmittel haben wir den Chinatwonbus auserchoren, der stündlich für 15 Dollar pro Stecke zwischen NYC und Boston pendelt. Aus den prognostizierten 4 Stunden Fahrtdauer sind aufgrund der Verkehrssituation letztendlich 6,5 Stunden geworden; Die ersten beiden Stunden haben wir schon mal gebraucht, um aus NYC rauszukommen. Nichtsdestotrotz war der "Fung Wah" Bus relativ komfortabel und vor allem die Landschaft, durch die uns diese Fahrt geführt hat, war einmalig. Entlang der Ostküste Amerikas gings an namhaften Orten wie "New London" vorbei. Die Landschaft war aufgrund des Indian Summers in alle möglichen Farben getränkt und letztendlich hat uns in Boston eine wunderschöne Skyline begrüßt. Nachdem uns ein Taxifahrer zu acht in einem Auto zum Hotel gebracht hatte, bezogen wir unsere 4er-Bett-Zimmer im "Holiday Express" und stürzten uns ins Bostoner Nachtleben. Nun ja, so gut dies halt möglich war, denn alle Lokale in Boston schließen um zwei Uhr morgens!
Am Samstag war natürlich Sightseeing am Programm. Eine "Duck Tour" war angesagt und so saßen wir bereits um 9 Uhr auf einem Fahrzeug, das gleichzeitig Bus und Boot ist, und ließen uns Boston von der Straße und dem Wasser aus zeigen. Die Tour war nicht nur interessant, sondern auch amüsant, da der Tourguide mit Leib und Seele dabei war und und mehrere Lacher des Publikums auf seiner Seite hatte. Beispielsweise mussten wir auf sein Kommando immer "quaken", wenn wir bei einer Gruppe Fußgänger vorbeifuhren.

Die Stadt ist sehr beeindruckend und ganz anders als der Big Apple. In meinen Augen viel ruhiger, geordneter und vor allem - britisch! Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, in einem Londoner Wohnviertel zu stehen! Der Verkehr ist überschaubar, ich kann mich nicht erinnern, ein hupendes Auto gehört zu haben (ich kann mich hingegen nicht erinnern, in NY kein hupendes Auto gehört zu haben ;)). Die Stadt selbst ist mit rund 600.000 Einwohnern nicht übermäßig groß, gemeinsam mit zahlreichen angrenzenden Städten (etwa Cambridge und Quincy) kommt das Ballungszentrum jedoch auf etwa 4,4 Millionen Einwohner.
Den Besuchern bietet Boston ein ein besonders wichtiges Stück amerikanische Geschichte. Mit der Boston Tea Party beispielsweise begann in der Stadt 1773 der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Weiters befindet sich in Boston der Verwaltungssitz des Bundesstaats Massachusetts.

Weltberühmt ist Boston auch für seine Bildungsstätten, und so fuhren wir am Nachmittag nach Cambridge, um die namhafte "Harvard University" zu besichtigen. Eine einstündige Tour über den Campus gewährte uns Einblicke in das Leben der Studenten und vermittelte ein gutes Bild der Eliteuni.


Spontanes Fotoshooting vor der Bibliothek:

Ein Muss: Die Füße von Mr. Harvard berühren.
Die Rechtsfakultät der Universität haben wir sogar von innen gesehen. Dort sind wir auch auf diesen Herrn gestoßen:

Mit einem Abendessen bei "Applebee´s" und einer weiteren Runde Boston-Nightlife haben wir auch den Samstag ausklingen lassen.

Die Hälfte unserer Truppe (sprich wir vier Mädls) waren auch am Sonntag fit genug für Sighseeing. Deshalb gings hoch hinauf - in den 50. Stock des Prudential Buildings. Dort gibt es einen "Skywalk", der einen traumhaften Überblick über Boston bietet:

Der letzte Programmpunkt war Quincy Market, eine Art Treffpunkt für Jung und Alt mit zahlreichen Straßenkünstlern, Restaurants und Marktständen.


Durch den Quincy Market führt auch der "Freedom Trail". Dieser Pfad ist eine über zwei Meilen lange rote Linie, die quer durch die Stadt führt und auf verschiedene historische Ereignisse aufmerksam macht.

Um 4pm mussten wir wieder die Heimreise antreten (diesmal mit nur eineinhalb Stunden Verspätung), da wir heute gleich zwei Midterm-Exams schreiben mussten.

Was wir mitnehmen, sind bleibende Eindrücke von einer tollen Stadt, die absolut besuchenswert ist! Unser Boston-Fotoalbum könnt ihr in unserer Galerie sehen!


Mittwoch, 8. Oktober 2008

Auf den Spuren von Doug & Carrie

Nachdem das Wochenende mit Lernen für die ersten Midterm-Exams eher unspektakulär verlaufen ist, gings für mich am Montag als Ausgleich wieder in die City! Neben "Toys´r´us" und dem M&M-Shop wurde das Wachsfigurenkabinett "Madame Tussaud´s" besichtigt.

Zwei Genies? ;)

Da wir eine "King-of-Queens"-Fan-Familie sind, haben wir uns am Dienstag die U7 geschnappt und sind nach Queens gefahren. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir dort eine ganz neue Seite des Big Apple kennengelernt. Eine Wohngegend mit einem unheimlich schönen, riesigen Park, dem "Flushing Meadows Corona Park". In diesem Park steht nicht nur das Shea-Stadion, sondern auch die "Unisphere", die Weltkugel, vor der Doug und Carrie im Vorspann in der Wiese liegen. So auch wir...

Leider war dieser Ausflug schon der letzte hier in NYC mit meinen Eltern und meiner Schwester, denn die sind schon wieder auf dem Weg nach Österreich. Also viele herzliche Grüße nach Labuch.... (:


Viele weitere Fotos von diesem wunderschönen Tag gibts wieder in der Galerie!