Allen Vom-Fernweh-Geplagten möchten wir mit unserem aktuellen Reisebericht Abhilfe verschaffen.
Gemeinsam mit sechs anderen internationalen Studenten haben wir uns am Freitag zu Mittag auf den Weg nach Boston gemacht! Als Verkehrsmittel haben wir den Chinatwonbus auserchoren, der stündlich für 15 Dollar pro Stecke zwischen NYC und Boston pendelt. Aus den prognostizierten 4 Stunden Fahrtdauer sind aufgrund der Verkehrssituation letztendlich 6,5 Stunden geworden; Die ersten beiden Stunden haben wir schon mal gebraucht, um aus NYC rauszukommen. Nichtsdestotrotz war der "Fung Wah" Bus relativ komfortabel und vor allem die Landschaft, durch die uns diese Fahrt geführt hat, war einmalig. Entlang der Ostküste Amerikas gings an namhaften Orten wie "New London" vorbei. Die Landschaft war aufgrund des Indian Summers in alle möglichen Farben getränkt und letztendlich hat uns in Boston eine wunderschöne Skyline begrüßt. Nachdem uns ein Taxifahrer zu acht in einem Auto zum Hotel gebracht hatte, bezogen wir unsere 4er-Bett-Zimmer im "Holiday Express" und stürzten uns ins Bostoner Nachtleben. Nun ja, so gut dies halt möglich war, denn alle Lokale in Boston schließen um zwei Uhr morgens!
Die Stadt ist sehr beeindruckend und ganz anders als der Big Apple. In meinen Augen viel ruhiger, geordneter und vor allem - britisch! Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, in einem Londoner Wohnviertel zu stehen! Der Verkehr ist überschaubar, ich kann mich nicht erinnern, ein hupendes Auto gehört zu haben (ich kann mich hingegen nicht erinnern, in NY kein hupendes Auto gehört zu haben ;)). Die Stadt selbst ist mit rund 600.000 Einwohnern nicht übermäßig groß, gemeinsam mit zahlreichen angrenzenden Städten (etwa Cambridge und Quincy) kommt das Ballungszentrum jedoch auf etwa 4,4 Millionen Einwohner.
Den Besuchern bietet Boston ein ein besonders wichtiges Stück amerikanische Geschichte. Mit der Boston Tea Party beispielsweise begann in der Stadt 1773 der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Weiters befindet sich in Boston der Verwaltungssitz des Bundesstaats Massachusetts.
Spontanes Fotoshooting vor der Bibliothek:
Ein Muss: Die Füße von Mr. Harvard berühren.
Die Hälfte unserer Truppe (sprich wir vier Mädls) waren auch am Sonntag fit genug für Sighseeing. Deshalb gings hoch hinauf - in den 50. Stock des Prudential Buildings. Dort gibt es einen "Skywalk", der einen traumhaften Überblick über Boston bietet:
Um 4pm mussten wir wieder die Heimreise antreten (diesmal mit nur eineinhalb Stunden Verspätung), da wir heute gleich zwei Midterm-Exams schreiben mussten.
Was wir mitnehmen, sind bleibende Eindrücke von einer tollen Stadt, die absolut besuchenswert ist! Unser Boston-Fotoalbum könnt ihr in unserer Galerie sehen!
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