Über mich

Von September bis Dezember 2008 werden wir an der Montclair State University studieren und dabei nicht nur den BIG APPLE erkunden... :)

Samstag, 22. November 2008

Good Morning America

Hello, ihr Lieben!

Am Montag standen wieder zwei Tests an, aber am Donnerstag hab ich wieder Zeit gefunden, um einen Tag in der City zu verbringen: Gemeinsam mit Sam (Australien) hab ich wieder im Outlet "Century21" gestöbert. Die Preise dort sind echt der Hammer, man bekommt Designersachen sehr stark reduziert. Beispiel: Ralph-Lauren-Polos um 11 Dollar. Trotzdem war ich ganz brav! ;)
Am Freitag gings für mich und Eva (aus Graz, genauer gesagt Seiersberg) schon um 5 Uhr morgens nach NYC, denn wir konnten Dank einiger Kontakte von Eva bei der Aufzeichnung von "Good Morning America" dabei sein! Es handelt sich dabei um eine Morgen-Talkshow (ich denke vergleichbar mit "Café Puls"), die in den ABC Studios am Times Square gedreht wird. Wir waren also schon um 6am in der Stadt, wobei ich zum ersten Mal den Times Square fast menschenleer gesehen hab. Da wir ganz nobel auf der Gästeliste standen, konnten wir an der wartenden Menschenmenge (es dürfen etwa 25 Personen ins Studio, deshalb stellen sich dort schon in aller Früh sehr viele Leute an) vorbei und direkt in den "Green Room", wo die Studiogäste auf ihren Auftritt warten. Dort erwartete uns bereits ein leckers Frühstück und dann gings auch schon los! Wir durften während der Aufzeichnung direkt hinter den Kameras stehen, weshalb wir die vier Moderatoren (beispielsweise Diane Sawyer) die ganze Zeit genau im Blick hatten. Der Ablauf war sehr interessant und überhaupt war es ein Supererlebnis, das alles mitzubekommen! Das Studio ist superschön, aber man bekommt einen anderen Blick auf so eine Fernsehshow, wenn man weiß, wie es hinter den Kulissen zugeht. Oft mussten die Moderatoren zwischen den verschiedenen Schauplätzen (sprich Couch, Wetterecke etc.) hin und her hetzen, weil nur wenig Zeit zwischen den einzelnen Beiträgen geblieben ist. Manches Mal aber war genug Zeit für Scherze und auch, um uns ein kurzes "Hey, how are you doin´, girls?" zuzuwerfen. Nach der Show hatten wir auch die Gelegenheit, um uns selbst in Szene zu setzen!

Nach diesem tollen Erlebnis gings zum Liftfahren ins Marriott! Die Konstruktion ist nämlich super, sodass wir uns das echt nicht entgehen lassen konnten!

Es folgte ein bisschen Bummeln in Chinatown. Am Nachmittag schloss sich Ida uns an und wir machten uns auf den Weg zum "Museum of Modern Art". Freitags gibt´s nämlich ab 4pm Gratiseintritt ins MoMA und das ist natürlich verlockend...nicht nur für uns und deshalb war aufgrund der Menschenmassen an einen gemütlichen Museumsbesuch nicht zu denken. Dennoch hat es mir sehr gut gefallen im MoMA - es ist schon beeindruckend an all den Picassos und Monéts vorbeizuspazieren!


Insgesamt war ich an diesem Tag länger als 12 Stunden in der City - und beim Heimfahren zwar erschöpft, aber glücklich über den schönen Tag.
Heute hab ich mich mit Ida in die nahegelegene Shoppingmall begeben, um einige Dinge zu besorgen, die ich nach Hause mitnehmen muss. Es weihnachtet ziemlich, sag ich da nur ;-)

Weihnachtlich wirds auch bezüglich Wetter! Es ist richtig kalt, besonders wegen dem Wind. Sam, die Australierin, hat es nicht verstehen können, als ich ihr erklärt habe, dass ich als Österreicherin an kaltes Wetter gewöhnt bin. Schnee liegt hier noch nicht, aber in einigen Gegenden rundherum gibt es welchen und ein paar Schneeflöckchen hab ich hier auch schon gesehen - fühlt sich an wie Heimat! Freu mich schon... ;)

Freitag, 14. November 2008

Verliebt in NY

Aus gutem Grunde hat dieser Blogeintrag etwas auf sich warten lassen, denn ich hatte Besuch: Thomas hat sich vergangenen Donnerstag auf die Reise von Seoul zu mir gemacht! :) Da wir eine supergeniale Woche hatten und jede Menge erlebt haben, gibts heute einen ausführlichen Blogeintrag!

Am Donnerstag wurde mit selbstgebackenen Brownies Thomas´ Geburtstag nachgefeiert. Trotz Jetlag stand am Freitag der erste NYC-Besuch an und so haben wir den Times Square und die umliegenden Straßen erkundet. M&M-Store, Betten-Testen im vorweihnachtlich dekorierten Macy´s, Hard Rock Café und viele weitere Highlights durften nicht fehlen!

Der Samstag war verregnet und deshalb haben wir gemütlich im Uni-Diner gegessen (Thomas´Freude über amerikanisches Essen war nach zwei Monaten koreanischem Essen nicht zu übersehen ;)) und die Uni angeschaut.

Zum Glück hat sich das Wetter am Sonntag schlagartig gebessert und so stand unserem nächsten Abenteuer nichts mehr im Weg. Schon in der Früh gings in einen auch mir noch unbekannten Stadtteil von Manhattan: Harlem. Dort wollten wir uns einen Gospel-Gottesdienst anschauen und glücklicherweise haben wir auch gleich eine Kirche gefunden, in die wir von den Leuten dort großzügigst eingeladen wurden. Die Messe war überhaupt nicht vergleichbar mit dem, was wir kennen. Die Messbesucher waren ordentlich herausgeputzt, mit Hüten und Sonntagsgewand. Ein Chor in roten Kleidern hat zu Keyboard-Begleitung nicht nur gesungen, sondern geklatscht und auch anderweitig performt. Der Pfarrer/Prediger war aber der Höhepunkt, denn er hat sich bei seiner Rede so verausgabt, dass er an manchen Teilen wirklich ins Mikrofon geschrieen hat. Ein wichtiger Teil der Predigt war das Thema "Präsidentschaftswahlen", denn der Pfarrer lief mit einem Obama-Plakat durch die Kirche und gab deutlich seine Freude über den Ausgang der Wahlen zum Besten. Dass das Thema Politik so offen in einer Kirche angesprochen wurde, hat mich überrascht. Vermutlich aber können wir nicht nachvollziehen, wie es für die schwarze Bevölkerung sein muss, zum ersten Mal einen schwarzen Präsidenten zu haben. Aufgenommen wurden wir in der Kirchengemeinschaft sehr freundlich, beim Friedenswunsch beispielsweise gibt es nicht nur Handschütteln, sondern Umarmungen und Küsse. Außerdem durften wir uns unter Zuhilfenahme eines Mikrofons vorstellen (Name, Herkunft und Religion), was freundlicherweise Thomas für uns beide übernommen hat ;) Es war eine Supererfahrung, mitzuerleben, wie andere Menschen ihren Glauben zelebrieren.

Nach einer Stärkung bei Subway´s ging es fleißig zu Fuß weiter, denn wir durchwanderten den ganzen Centralpark und die Fifth Avenue bis zum Times Square. Der Park bot unglaubliche Herbstfarben und die 5th Av war wie immer imposant.



Da es am Montag zwar windig, aber sonnig war, beschlossen wir, uns die Freiheitsstatue aus der Nähe anzusehen. Wir waren leider nicht die einzigen mit dieser Idee, deshalb mussten wir eine Stunde warten, bis wir auf das Schiff konnten, das uns zuerst nach Liberty Island und dann nach Ellis Island brachten. Das Warten hat sich aber bezahlt gemacht!




Nachdem wir uns auf Liberty Island mit der Freiheitsstatue und dem Blick auf die Manhattan-Skyline vergnügt hatten, gings weiter nach Ellis Island, wo man das Immigration Museum anschauen kann. Dieses ist sehr interessant, weil es einen wichtigen Meilenstein in der Einwanderungsgeschichte der Vereinigten Staaten darstellt.

Das war natürlich noch nicht genug an Sehenswürdigkeiten, denn danach gings in die Höhe: Auf die Aussichtsplattform des Empire State Building. Da es neuerdings um etwa 4.30 pm dunkel wird, hatten wir bei eisigen Temperaturen einen herrlichen Blick über das nächtliche Lichtermeer von Manhattan.


Am Dienstag war Kultur und somit ein Museumsbesuch angesagt ;) Auf dem Weg dorthin sind wir bei einer einer Veranstaltung vorbeigekommen, bei der Schüler und Schülerinnen von einschlägigen Schulen an uns vorbeimarschiert sind. Schon erstaunlich, welchen Gesichtsausdruck Jugendliche haben können...

Von unserem Kulturmuseumsbesuch hat uns aber nichts abhalten können!

Nach dieser Recherchearbeit gings zum Flatiron-Building (rechts).

Das Abendprogramm war ein Broadway-Musical: "In the Hights". Es war einfach superklasse: tolle Musik, super Inszenierung -->wir können es nur weiterempfehlen!
Am Mittwoch konnte ich meinem Liebsten ein weiteres Highlight von NYC zeigen: die Brooklyn Bridge. Ok, nach Brooklyn sind wir mit der Subway gefahren, damit wir uns erst mal bei "Grimaldi´s" (wo ich mit Ellen und Steffi schon war) mit Pizza vollschlagen konnten. Danach gabs den unverwechselbaren Blick auf die Financial-District-Skyline, der uns zu wagemutigen Posen inspirierte:

Fleißig und sportlich wie wir sind, haben wir den Weg über die Brooklyn Bridge per pedes zurückgelegt. Das ist aber auch ein Muss, denn die Aussicht ist atemberaubend. Wir mussten alle paar Minuten stehenbleiben, weil es da unendlich Fotomotive für mich gibt.


Am Donnerstag hats wieder geregnet, sodass aus der ursprünglich geplanten "Downtown-Tour" eine Shoppingtour wurde. Nach Frühstück bei Subway´s und Starbucks verkrümelten wir uns ins Outletcenter "Century21". Dieses liegt gegenüber vom Ground Zero, weshalb wir vorher noch kurz die St. Paul´s Church angeschaut haben. Zwei Stunden und zwei Sackerl später starteten wir ins Richtung Times Square, um uns dort im Hard Rock Cafe zu stärken und unsere Sackerl weiter zu füllen. Dort ist uns noch jemand untergekommen: Der Naked Cowboy!


Hier sei angemerkt, dass Thomas die zwei Dollar (die man für das Foto bezahlen muss) großzügigerweise spendiert hat und auch selbst Fotograf war ;))
Wie ihr seht, war unsere Woche einfach traumhaft schön! Für die Bildergeschichte zu diesem Eintrag braucht ihr euch nur in die Galerie zu klicken!
Jetzt geht das Auslandssemester schon in den Endspurt, nur noch fünf Wochen! Und ich freu mich auf viele weitere Cheeseburger ...

Dienstag, 4. November 2008

Austrian Night, Election Day und eine haarige Angelegenheit

Hallo ihr Lieben!

Der Cookies&Culture Club stand gestern Abend unter dem Motto "Austrian Night". Da Steffi, Ida, Eva, Evas Freundin Kathrin (die gerade zu Besuch ist) und ich also Gastgeber spielten, waren wir für die kulinarische Umrahmung des Abends zuständig. Aus dieser Umrahmung wurde dann eher der kulinarische Mittelpunkt des Abends, denn was wir aufgetischt haben, konnte sich wirklich sehen lassen (ohne uns jetzt selbst loben zu wollen ;)):

Leckeres aus unserer Heimat: Österreichisches Brot mit Liptauer und Erdäpfelkas´, Kaiserschmarrn, Apfelstrudel und Mozartkugeln. Dazu gabs Musik von STS und Austria3.

Beim Kochen mussten wir uns ein wenig kreativ zeigen (es gibt hier keinen ungesalzenen Topfen und Brösel für den Strudel hab ich aus Bageln gebastelt), aber unser Essen ist bei den Gästen super angekommen und wir wurden vielfach gelobt!

Heute hatten Steffi und ich gemeinsam mit Ellen (aus unserem Chinesisch-Kurs) ein Date beim Hairdresser. Anfangs war ich ein wenig unsicher - andere Länder, andere Sitten. Außerdem... wer weiß, wie gut ich auf Englisch verständlich machen kann, welche Frisur ich mir vorstelle? Im Endeffekt aber war es superinteressant, denn einige Dinge sind doch anders als bei uns: Wir waren die einzigen Kunden (9 Uhr), der Salon war aber schön und groß. Okay, "schön" entspricht noch immer nicht ganz unseren Standards von Sauberkeit und Modernität, aber es war auf jeden Fall in Ordnung.

Beispiel: der Waschplatz (meine Haare wurden mit herrlich kaltem Wasser gewaschen und wenn die Frisörin das Wasser eingeschaltet hat, hab ich mich megageschreckt, weil das mit einem unheimlichen Druck rauskam und deshalb so laut war )

Jedenfalls kamen die Frisörinnen erst nach uns, was mir in Österreich auch noch nie untergekommen ist. Gleich zu Beginn dröhnte "Tokyo Hotel" auf Englisch aus den Lautsprechern, was mich irgendwie verwundert hat. Kaffee in Papppechern serviert zu bekommen ist ebenso eine neue Erfahrung wie der "Dunkin´Donuts-Tee", der die Frisörin im ganzen Salon begleitet und meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.

Nichtsdestotrotz waren alle sehr nett und mit dem Ergebnis waren wir alle drei sehr zufrieden!


Zum Vergleich: Ich hab für Highlights, Spitzen schneiden und Föhnen 75 Dollar bezahlt, dazu kommen aber noch die 10 Dollar Trinkgeld! Was mich auch überrascht hat, war, dass im Salon öffentlich darüber diskutiert wurde, wer wen gewählt hat. Und das bringt mich auch schon zum nächsten Thema:

Election Day! Warum an einem Dienstag gewählt wird, weiß ich noch immer nicht. Aber okay. Naturgemäß ist die Präsidentschaftswahl im Moment DAS Thema und jeder fragt jeden, ob er denn schon gewählt hat heute. Wie ich schon mal geschrieben habe, ist New Jersey eher pro-Obama und auch die Studenten motivieren sich untereinander, (Obama) zu wählen. Manche Vorlesungen fallen auch aus, weil viele Studenten in ihren Heimatort fahren, um zu wählen und regelmäßig werden Mails ausgeschickt, dass man ja nicht aufs Wählen vergessen soll. Überhaupt sind viele Studenten in das Thema stark involviert und engagieren sich auf verschiedenste Art und Weise. Manche backen zum Beispiel "Obama-Cupcakes" und T-Shirts und Buttons mit Obama-Logo sind sowieso stark im Rennen.

Auf die Hochrechnungen sind also alle supergespannt. In der Zwischenzeit heißts abwarten und hoffen. Für euch gilts auch noch, das neue Fotoalbum in der Galerie anzugucken! ;)
Viele liebe Grüße!